
Schnorcheln am Südstrand beim Club Murjan
11.X. (sel. Johannes XXIII.)
Der Anblick des nächtlichen Amman von oben war recht beeindruckend. Da
ich das Aqaba-Visum wollte, brauchte ich in Amman nicht die 20 € zu
bezahlen. Ich konnte mich dort auch direkt für den Weiterflug einchecken
– und die Royal Jordanien wollten sogar den Gepäck-Weiter-Transport
organisieren, so dass ich gar nicht zum Gepäck-Band musste, sondern
gleich in den Transit-Bereich konnte. Ich legte mich dann vor dem
nächsten Sicherheitsbereich auf eine Bank, konnte aber so gut wie gar
nicht schlafen, da es recht laut dort und unbequem war. Die ersten, die
dort hindurch durften, waren für einen Flug nach Tel Aviv: dann konnte
ich auch kommen – für den Flug nach Aqaba waren es nur recht wenig
Personen. Mit dem Bus ging es auf das Rollfeld zu der kleineren
Maschine. An Bord gab es nur ein Päckchen Saft. Die Flugzeit betrug
nicht viel mehr als eine halbe Stunde: es ging über eine wüste Gebirgs-
bzw. Hügellandschaft und dann gab es eine schöne Kurve über den Golf mit
Blick auf das israelische Eilat, die ägyptische Seite mit der
Pharanonen-Insel, einem Einblick nach Saudi-Arabien und dann ging es
nordwärts auf den Flughafen. Ich brauchte kein weiteres Visum – und
gottlob kam sogar der Koffer an! Per Taxi ging es dann in ca. zehn
Minuten zum Hotel Alcazar, wo ich sogar schon ein Zimmer bekam, so dass
ich vor 09.00 h schon dort war. Nach einigem Auspacken ging ich zum
Soukh, um etwas Obst, Wasser usw. einzukaufen und einen ersten Blick auf
den Strand zu werfen. Dort bekam ich für 1 JD einen Teller Foul mit Brot
und Senfgurken. Vom Hotel-Balkon aus habe ich die Sicht auf den großen
Pool und weiter weg ist sogar etwas vom Meer zu sehen.
Für 13.30 h kaufte ich ein Ticket für den Transfer zum Club Murjan am
Süd-Strand bei den Korallen-Riffen. Dort schnorchelte ich dann knapp
zwei Stunden: Fauna und Flora der Unterwasserwelt entsprechen derjenigen
von Nuweiba auf der anderen Seite des Golf. Auch an diesem Strand waren
einige Einheimische, die mit voller Bekleidung ins Meer gingen. Später
lernte ich zwei Ehepaare aus Unna kennen, die schon zum sechsten mal
hier sind und von denen drei tauchen Anne und Holger Lankenau sowie
Reinhild und Dr. Floris Rost. Wir saßen noch lange zusammen und sie
nahmen mich dann mit in die Stadt, da sie in der Nähe von mir wohnen.
Sie luden mich ein, morgen mit ihnen nach Petra zu fahren. Ich kaufte
noch zwei Flaschen Wasser und aß für 1 JD einen großen Teller Reis. Nach
der durchwachten Nacht war ich ziemlich erschöpft. Da ich heute trotz
mancher Hilfen und Anrufe Abouna Imads Bruder Hanna Twal nicht finden
konnte und ohne ihn auch keinen Kontakt zu den Rosenkranz-Schwestern
hatte, zelebrierte ich zum Abschluß des Tages gegen 20.30 h im
Hotel-Zimmer die Hl. Messe.
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