Um 05.05 h bin ich mit dem Gebetsruf aufgestanden und hatte so viel Zeit
für das Morgen-Gebet und den Rest zu packen. Um 07.00 h habe ich in der
Hl. Messe konzelebriert, an der nur die vier Schwestern und zwei weitere
Leute teilgenommen haben. Allerdings sind viele der Schüler für eine
Zeit herein gekommen. Vor dem anschließenden Frühstück habe ich dann den
Morgen-Apell auf dem Schulhof der höheren Mädchenschule miterlebt, der
dienstags auf Englisch statt findet: nach Klassen geordnet sind die
Schülerinnen aufgestellt. Dann wird die jordanische Flagge gehisst und
die Nationalhymne gesungen. Anschließend wird das Vater unser gemeinsam
gebetet und eine Schülerin trägt einen Abschnitt aus dem Evangelium vor.
Dann gibt die Lehrerin noch kurze Ermunterungen für diesen Schultag und
klassenweise gehen die Mädchen in das Schulgebäude, während eine am
Mikrofon noch etwas zur Geschichte und Geographie des Landes vorträgt.
Nach dem Frühstück habe ich mich von den beiden netten Priestern
verabschiedet und für 09.00 h war bereits gestern das Taxi zum Toten
Meer bestellt. Der Fahrer war schon eher da und ich ebenfalls fertig vor
der Haustür, so dass es gleich los gehen konnte. Mit einigen kurzen
Foto-Stops – z. B. am Berg Nebo – ging es in einer guten ¾ Stunde ans
Tote Meer zum „Amman Beach“, wo wir auch im Vorjahr am gleichen Tag
gewesen waren. Leider hat das auch wieder 15 JD gekostet, die Taxi-Fahrt
pro Richtung 20 JD – und den Preis nimmt er auch zum Flughafen (wo
anderen 15 JD reichen). Es war ein sehr schöner erholsamer Tag – die
Sonne „brannte“ zwar: aber im Schatten war es nicht so heiß wie im
Vorjahr, nur ca. 30° C. Ich war immer wieder längere Zeit im Toten Meer
und habe für ein paar Bahnen auch kurz die Pools zwischendurch genutzt.
Leider ist mir hier das Handtuch abhanden gekommen – vielleicht gleich
beim Umziehen am Anfang, wo ich in die Tüte mit den Bade-Sachen den
Habit verstaut hatte. Den Fahrer hatte ich für 16.00 h bestellt, er war
auch schon ½ Stunde eher da – nahm aber erst sein Gratis-Essen in dem
Restaurant ein. Dann ging es zurück nach Madaba, wo ich zum letzten mal
in meinem Stamm-Imbiss Falavel holte und nochmals zur Kirche ging zu
einem kurzen Dank-Gebet für den schönen Urlaub. Abouna Yakoub führte
gerade eine französische Gruppe zu dem Brunnen usw. Für 18.00 h war
sowohl jemand von der Familie Twal bestellt, um den Haustürschlüssel in
Empfang zu nehmen als auch der Taxi-Fahrer. Muin war schon am 17.-45 h
da und wartete dann mit mir auf das Taxi, das kurz vor 18.00 h kam.
Inzwischen wurde es auch schnell dunkel. In einer knappen halben Stunde
waren wir am Flughafen. Gottlob gab es wegen der fehlenden
Gebühren-Marke vom Visa keine Probleme (allerdings erhielt ich den
Ausreisestempel auf der Seite vom letzten mal – vielleicht hatte sich
der Beamte vertan). Nervig ist beim Flughafen von Amman, dass man erst
später zum Gate gleassen wird und dort dann nochmals
Sicherheitskontrollen sind. Da hatte ich allerdings dann keine Probleme.
Der Flug ging pünktlich los – aber leider konnte ich an Bord nicht
schlafen, da es unbequem und unruhig war.
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