Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Samstag, 22. Oktober 2011

Jordanien - 16.X. - 29. Sonntag i. J. (Hl. Hedwig; hl. M. Margarete Alacoque)





Mit dem Ruf des Muezzin ca. 05.50 h bin ich aufgestanden. Nach Brevier
und Morgen-Gebet habe ich mir ein Almased-Frühstück gemacht und bin dann
zur Kirche gegangen. Vor der Hl. Messe wurde dort der Rosenkranz
gebetet: eine der Rosenkranz-Schwestern (es sind drei hier vor Ort und
eine Novizin) hat ihn angestimmt. Einige holländische Touristinnen
durften mit dem Küster die Glocken läuten. Ich konzelebrierte dann um
09.30 h: es waren noch mehr Leute da als gestern, darunter auch viele
Kinder. Nach der Hl. Messe gab es wieder Kaffee. Dann zeigte mir der
Küster die Ausgrabungen usw.: u. a. einen 3000 Jahre alten Brunnen: er
schöpfte mir aus 13 Meter Tiefe frisches Wasser. Dann konnte ich den
Kirchturm besteigen: vorbei an den Glocken konnte ich dann auf einen
Rundgang nach draußen gelangen und vom höchsten Punkt Madabas das
Panorama der ganzen Stadt und Umgebung genießen. Anschließend besuchte
ich das kleine Museum in der Nähe: die 2 JD Eintritt gelten zugleich
auch für den Archäologischen Park, den ich dann im Anschluss aufsuchte
sowie die ehemalige Apostel-Kirche: alles dreht sich hier in Madaba um
alte Mosaike. Ich schlenderte dann noch durch den Soukh und traf auch
bei einem Andenken-Laden den Herrn wieder, der gestern den Pfarr-Kaffee
aus schenkte: er ist syrisch-katholischer Christ aus Bagdad und lebt wie
viele seiner christlichen Landsleute hier in Jordanien. Um 13.00 h war
ich zum Mittagessen bei den beiden Priestern eingeladen: Abouna Yakob
und Abouna Georg, die von einer Köchin hervorragend bekocht werden. Es
gab mir bislang unbekannte Spezialitäten der Region. Anschließend noch
Kaffee und Süßigkeiten. Dann suchte ich die Apostel-Kirche auf, in der
mir gegen ein „Bakschisch“ von 1 JD der Kustode erlaubte, hinter die
Absperrungen zu gehen und so aus nächster Nähe die Mosaike anschauen und
fotografieren zu können. Dann ging ich nochmals an etlichen Geschäften
vorbei und suchte die orthodoxe Georgs-Kirche auf: den Eintritt ersparte
ich mir, da ich ja genau vor einem Jahr darin war. So betete ich
stattdessen auf einer schattigen Bank gegenüber dem Eingang im Garten
einen Rosenkranz. Dann holte ich aus der Wohnung das Netbook und 10 €
und kaufte bei dem Iraker einige Kleinigkeiten: ein Holzkästchen mit
kleinem Mosaik ( mit dem Motiv der Schlange auf dem Berg Nebo), einen
gold-textilen St. Georg auf Magnet-Rückseite und zwei Sorten Seife vom
Toten Meer: statt 14 brauchte ich nur 8 JD zu bezahlen. Er begleitete
mich zuvor zu einer bestimmten Wechselstube, wo es wie auch in Aqaba
einen guten Kurs gab. Dann ging ich ein paar Schritte weiter zu einem
Cafe, das kostenlosen Internetanschluss anbietet. Ich bestellte dort
einen gepressten Zitronensaft mit Minze (der 2.20 JD kostete) – aber das
Netbook kam mit der IP-Adresse nicht zurecht, so dass ich nicht ins
Internet kam. So kehrte ich zur Wohnung zurück, schrieb diesen Bericht
weiter, betete die Vesper und nahm dann an der Abendmesse teil, die
Sonntags der Hauptgottesdienst ist, da viele arbeiten müssen (in den
moslemischen Betrieben usw. ist freitags frei). So waren auch alle
Plätze der großen Kirche besetzt, einige mussten noch stehen. Es waren
sehr viele junge Leute / Studenten dabei. Ein Jugend-Chor hat
vorgesungen und die Lieder wurden mit elektronischer Orgel begleitet.
Anschließend war der ganze Vorplatz zum Pfarr-Kaffee gefüllt. Ich bin
dann weiter, um mir wie gestern 20 Falavel zu holen, die gerade frisch
zubereitet wurden. Dann habe ich das Nachtgebet gehalten und mich bald
zu Bett begeben.

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