Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Samstag, 22. Oktober 2011

Jordanien11



12.X.


Um 06.30 h bin ich zum Strand gegangen und habe ein Bad im Meer
genommen. Nach der Rückkehr im Hotel Frühstück: ein sehr bescheidenes
Buffet, bei dem es immerhin auch Kaffee gibt und Sesam-Paste sowie
frische Tomaten-Scheiben. Dann habe ich das Morgen- und Brevier-Gebet
gehalten und um 09.00 h die Hl. Messe zelebriert. Für 10.00 h war
Treffpunkt mit den Unnaern ausgemacht vor dem Büro von Moufid, der mir
auch das Hotel gebucht hatte. Deren Hotel befindet sich direkt daneben,
so dass ich dort in der Lobby auf sie gewartet habe. Die Fahrt betrug
gut zwei Stunden: es ging bis über 1600 Meter hinauf: zwischendurch
wenige kleine Ansiedlungen, Beduinen-Zelte und deren Tiere und oben in
den Bergen auch ein stark gesichertes Landhaus des Königs. In Petra
mussten dann pro Person 50 JD berappt werden. Vom Eingang geht ein
Schotterweg hinunter zur Schlucht, die ebenfalls noch mal ca. einen KM
lang ist. An deren Ende schaut man dann direkt auf die prächtige Fassade
eines der schönsten Nabatäer-Gebäude im Fels. Wir sind dann den Hauptweg
entlang gegangen. Leider sind überall Souvenier-Buden und aufdringliche
Beduinen vom Kindergarten-Alter an, die Ritte auf Pferden, Eseln,
Kameln, Souveniers, Geld-Wechsel und anderes anbieten. Leider wollte
niemand den Weg zum „Kloster“mitgehen (pro Richtung 45 Minuten, teils
über 800 Stufen) und ich wollte die anderen nicht so lange warten
lassen. So haben wir uns nach ca. drei Stunden schon wieder auf den
Rückweg gemacht. Gegen 19.00 h waren wir dann wieder zurück. Ich machte
mich dann auf den Weg, um Falavel zu essen. Unterwegs sprach mich ein
Mann an, der Fahrten nach Petra usw. organisiert. Ich fragte ihn, wo man
die günstig bekommt und er führte mich dann direkt zu einem günstigen
Imbiss-Lokal für Einheimische, bestellte und bezahlte mir eine große
Portion (wohl an die 20 Stück + Brot) und ging dann direkt zum
Abend-Gebet in die Moschee. Auf dem Rückweg traf ich die Schweizer, die
ich im Flug nach Aqaba kennen gelernt hatte und die hier eine
Ferienwohnung haben, in der sie zweimal im Jahr einige Wochen Urlaub
verbringen. Sie wären bei meinem Hotel gewesen, hätten dort nach mir
gefragt und mir eine Einladung zu einem Treffen hinterlassen. Dann
versuchte ich zum dritten mal, Hanna Twal, den Bruder vom Priester Imad
Twal (momentan zur Promotion in London) zu finden: ein junger Mann von
der Rezeption begleite mich zu seinem Geschäft, da er inzwischen dessen
Bruder angerufen hatte und so ungefähr wusste, wo er zu finden ist. Dort
stellte sich auch heraus, dass die Telefon-Nummer falsch war, die Imad
mir geschrieben hatte. Er lud mich gleich ein, das Hotel zu stornieren
und bei ihm zu wohnen – was ich aber nicht wollte, um im Alcazar keinen
Ärger zu bekommen. Er telefonierte auch gleich mit seinem anderen Bruder
Muin in Madaba, der mir den Schlüssel zum Pfarrhaus organisieren würde,
wenn ich am Samstag dort ankomme. Er telefonierte auch gleich mit einem
der beiden katholischen Priester von hier, der aber bis morgen in Amman
ist, dass ich morgen die Hl. Messe in der Kirche feiern könne. So ging
wieder ein schöner Tag zu Ende. Im Hotel-Zimmer hatte mir der
Raumpfleger einen Blumenstrauß auf das Tischchen gestellt und aus einem
Handtuch auf dem Bett einen Schwan geformt, der einen grünen Zweig im
Schnabel hält. Gegen 22.00 h bin ich dann schlafen gegangen.

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