14.X.
Um 07.00 h war ich frühstücken und bin dann zur Kirche gegangen, wo aber
weder der Küster noch der Pfarrer aufzufinden waren, so dass ich
zurückgehen und im Zimmer zelebrieren musste. Anschließend habe ich noch
einige Runden im Pool gedreht. Um 10.30 h war Treffpunkt mit den Unnaern
zu einer Fahrt in die Wüste – da am heutigen freien Tag der Muslime am
Strand ales überfüllt ist. Wie immer ging es etwas später los und es
mussten noch in der Stadt einige Einkäufe erledigt werden. Die Wüste war
sehr beeindruckend – und noch dazu im Gegensatz zum benachbarten Wadi
Rum kostenlos und mit eigenem Fahrzeug zugänglich. Wir legten
verschiedene Stops ein und machten auch einen Spaziergang durch ein
Beduinen-Dorf. Mittags machten wir längere Zeit in einer kleinen Bucht
zwischen zwei Felspartien. Ein besonderes Erlebnis war, die historische
Dampflok zu sehen, die für Filmaufnahmen eines deutschen Teams von
„Arte“ eingesetzt wurde: sie drehen einen Film in fünf Wüsten unter dem
Thema „Die Farben der Wüsten“. Auf der Rückfahrt konnten wir dann am
Mini-Bahnhof Rum den ganzen Zug aus nächster Nähe anschauen und auch
durch die alten Wagen erster und zweiter Klasse gehen. Nach der Rückkehr
machte ich noch einen Spaziergang zu den drei Ausgrabungs-Stätten
Aqabas. Ganz nah beim Hotel die „älteste Kirche der Welt“, die aber nur
ganz wenige Grundmauern in einer ziemlich verwahrlosten „Baugrube“ zeigt
[auf der Rückfahrt mit dem Bus nach Amman stellte ich allerdings fest,
das ich gar nicht an der richtigen Stelle war: diese wäre ganz in der
Nähe gewesen] – dann die alte islamische Stadt Ayla und in der Nähe der
riesigen Revolutions-Flagge das alte Fort. Die Straßen waren voller
Leute aus dem ganzen Land, die am freien Wochentag hier zur Erholung und
zum Einkaufen gekommen sind und die ganze Stadt bevölkern. Im Souk sah
ich einen Falavel-Imbiss, in dem ich 20 Stück für nur ¼ JD bekam. Für
18.30 h vereinbarte ich ein Treffen mit Rolf und Ruth aus der Schweiz,
die mich zum „Ali Baba“ einluden und sich dort als protestantische
Pfarrer i. R. „offenbarten“. Es war ein sehr netter Abend. Als wir uns
verabschiedeten kamen gerade die Unnaer, die hier wohl fast immer zu
Abend aßen. Anschließend besuchte ich noch kurz Hanna Twal (den auch die
Schweizer kennen) und wir tauschten zum Abschied kleine Geschenke aus.
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