Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Montag, 25. Oktober 2010

Sonntag 17.10.10

Sonntags ist die Hl. Messe nebenan erst um 08.00 Uhr - so dass wir hätten länger schlafen können: aber gegen 05.30 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen, so dass ich den Tag begonnen habe. Zur Hl. Messe kamen die ganzen Kindergartenkinder - bis zur Wandlung sind die letzten eingetroffen. Von jeder Sitzplatzreihe wird eines zum Friedensgruß geführt, der so gespendet wird, dass die fromm gefalteten Hände von außen umfasst werden. Nach dem Kommunionempfang der Erwachsenen (der hier sonn- wie werktags unter beiderlei Gestalten erfolgt) kommen die Kinder in langen Reihen nach vorne, werden am Kopf berührt (zum Segnen reicht gar nicht die Zeit, so schnell werden sie vorbei geführt) und verlassen dann die Kirche für den Kindergarten. Anschließend schien eine Ordensschwester die Predigt (?) gehalten zu haben. Nach dem Frühstück hatte Claudia noch einen Notfalleinsatz, da ein Pilger einer französischen Gruppe, die in der Krypta gerade die Hl. Messe feierten, gesundheitliche Probleme bekommen hatte. Es stellte sich dann noch heraus, dass es nicht geklappt hatte,. dass Elias uns ein Taxi bestellt hätte. Ein christlicher Jugendlicher war bereit, uns eines zu besorgen: nach einigen Minuten hielt dann auch eines ohne Fahrgäste und wir einigten uns auf 250 SP bis zur Haltestelle der Sammeltaxis nach Jordanien. Der Kofferraum war für unsere Koffer wieder zu klein - so dass wir einen auf dem Rücksitz längs auf den Schoß nahmen. Unterwegs redete während der Fahrt der Fahrer mit einem anderen Taxifahrer durch die geöffneten Fenster und machte mit ihm aus, dass dieser uns nach nach Amman in Jordanien fahren würde. So hielten wir an und wechselten die Autos. Unser bisheriger Fahrer war mit 200 SP zufrieden. Am Halteplatz der Sammeltaxis erfolgte schon die erste Passkontrolle - bis Jordanien folgten noch eine ganze Reihe weiterer. Kurz vor der Grenze war der hintere rechte Reifen platt, Erich wechselte ihn mit dem Fahrer in kurzer Zeit. Beim Zoll musste alles ausgeladen werden, auch die Koffer geöffnet. Wir mussten sogar über einen am Boden liegenden Beamten fahren, der das Auto von unten inspizierte. An den Grenzen gab es wieder etliche Formalitäten an verschiedenen Schaltern zu erledigen - ab da ansonsten kaum andere Leute unterwegs waren, gab es keine längeren Wartezeiten dabei. Die Ausreisesteuer aus Syrien war sogar billiger. statt 800 SP (wie es im Reiseführer stand) waren es nur 500. Für das jordanische Visum mussten 10 JD umgewechselt werden. Unser Fahrer wollte nun 3000 SP haben. Er fuhr uns dann nach Amman bis zum Busbahnhof, was für uns sehr praktisch war, da wir somit teure Taxi-Kosten nach Madaba sparen konnten. Zwei Jugendliche trugen sogar Elisabeth und Claudia die Koffer über die Überführung. Am Busbahnhof war ein lebhaftes orientalisches Treiben und so gut wie keine Europäer zu sehen. Zweimal war der eintreffende Bus so schnell voll, dass wir keinen Platz mehr bekamen. Dann erboten sich zwei ganz junge Polizisten in Zivil, uns beim Reservieren der Plätze im nächsten Bus zu helfen: das klappte auch recht gut. Die großen Taschen bzw. Koffer kamen in den Gepäckraum, wir hatten alle auf der erhöhten Rückbank Platz. Claudia kam mit einem anderen Fahrtgast ins Gespräch, der uns ein günstiges Taxi für die Fahrt zum Hotel organisierte: es kostete nur 1 JD für alle zusammen und wurde wie auf dem Sinai von einem Beduinen gefahren. Der Besitzer vom Hotel “Black Iris”, dass Claudia vorab per Internet gebucht hatte, war sehr hilfsbereit in allen unseren Anliegen. Wir erhielten zwei Zimmer in der dritten (= obersten) Etage. Wir trafen uns dann bald für die Absprachen zum morgigen Programm und gingen in der Nähe etwas essen: ich fand ganz preisgünstige Falavel: ca. acht Stück haben mit einem großen Teller frittierter Kartoffeln nur 1 JD gekostet.

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