Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)
Montag, 25. Oktober 2010
Dienstag 12.10.10
Um 07.00 Uhr haben wir in der Klosterkirche die Hl. Messe gefeiert und anschließend gefrühstückt. Die Franzosen waren um die Zeit schon fertig und wieder unterwegs. Dann fuhren wir mit einem anderen Fahrer – Habib - als gestern los: zuerst zum Heiligtum ULF vom Libanon in Harissa. Die Kapelle unterhalb der Statue war zum stillen Gebet geöffnet, die große moderne Pilgerkirche geschlossen. Wir konnten auch oben hinauf, wo man dann eine Panorama-Aussicht über den gesamten Golf bis nach Byblos hat. Dann fuhren wir weiter nach Jeitah zu den zweitgrößten Tropfsteinhöhlen der Welt. Vom Parkplatz aus ging es mit einer Gondelbahn zur oberen Höhle. Mit uns fuhren einige Schulklassen mit Kindern der Hisbollah. Am Eingang der Höhle mussten Kameras und Handies in einen Safe verschlossen werden, da absolutes Fotografierverbot herrschte. Die riesigen Stalagtiten und Stalagmiten waren eine Augenweide. In der unteren Höhle ist ein unterirdischer Fluss mit kleinem Wasserfall: so wurden wir dort auf einem Boot durch die langen Gänge der Tropfsteine gefahren. In einer Art Halle stoppte der Fahrer den Motor: ich sang dort mit Elisabeth das lateinische “Salve Regina”: vor uns waren drei Russen so gerührt, dass sie uns zum Dank die Hände schüttelten. Leider hatte uns der Fahrer für alles zusammen nur eine Stunde Zeit gewährt. Dann fuhren wir zurück zur Straße am Meer und reisten nach Byblos, wo wir in der Mittagszeit ankamen. Leider war die Basilika des hl. Evangelisten Johannes Markus verschlossen, so dass ich sie nur von außen anschauen konnte. Ganz in der Nähe war das Ausgrabungsgelände der antiken Stätten und eine Moschee mit blauer Kuppel. Beim benachbarten Stadttor begannen die Gassen der Altstadt. Nach einer halben Stunde Zeit ging es weiter: in der Neustadt hielten wir zu einem Imbiss: es gab Falavel-Rollen, die gut schmeckten und frisch bereitet wurden. Es ging dann weiter zum Kloster der hl. Rafka (Rebekka): zunächst kamen wir an ihr erstes Grab, wo auch die anderen Schwestern des Klosters bestattet werden. Alles liegt sehr ruhig in einem kleinen Hain. Unterhalb wird eine riesige Pilgerkirche errichtet. Dann kamen wir an ihr Grab und zur Klosterkirche. Wir fuhren dann weiter zum nahegelegenen Kloster des sel. Hardini und des erst im Juli seliggesprochenen Joseph Nehmet: da sein Leib unverwest ist, kann man ihn in einem Glassarg sehen, direkt gegenüber vom Grab des sel. Hardini. Es sind auch die Gedenkräume zu besichtigen (Zelle, Atelier, Studierzimmer usw.). Zum Gebet laden auch zwei schöne Kapellen ein. Auch an diesem Ort ist schon das Fundament gegossen für eine große Pilgerkirche. Auch dieses Kloster ist eine Oase der Ruhe. Bei rasanter Fahrt ging es dann zurück nach Dlebta, wo wir um 17.00 Uhr wieder im Kloster ankamen. Um 18.00 Uhr habe ich an der Vesper der Trappisten teilgenommen, die alles auf Arabisch gesungen haben: acht Mönche, ein Novize (der gut Deutsch spricht, da er früher in Bremen und Hamburg gelebt hat) und ein Postulant (aus Damaskus). Um 19.30 Uhr haben wir wieder gemeinsam mit den Franzosen zu Abend gegessen.
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