Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Montag, 25. Oktober 2010

Donnerstagt 14.10.10

Kurz nach 07.00 Uhr haben wir die Hl. Messe gefeiert und dann gefrühstückt. Wir waren pünktlich um 08.30 Uhr zur Abreise bereit, auch unser Fahrer Habib war inzwischen angekommen - aber er fuhr erst kurz nach 09.00 Uhr ab. Es ging über enge Gebirgstraßen durch beeindruckende Landschaften des Hochgebirges und dann hinunter in die Bekaa-Ebene, wo wir hauptsächlich durch muslimische Dörfer kamen, teilweise lebten die Einwohner auch in Beduienen-Zelten. Hier gibt es überall Landwirschaft mit Feldanbau und Viehherden. In vielen Orten hingen radikale Plakate, auf denen Ayatollas abgebildet waren - fast immer mit Soldaten in Kampfanzügen, mit schweren Waffen usw. Ein häufig wiederkehrendes Plakat zeigte Geldscheine, die in eine Moschee gesteckt wurden - und darunter wie eine Rakete abgefeuert wird. Wir kamen genau um 11.00 Uhr in Baalbek an, wo ich die berühmten antiken Ausgrabungen besichtigte: es sind die größten römischen Tempelanlagen weltweit. Um 12.00 Uhr fuhren wir weiter in eine Stadt unweit der Grenze, wo uns der Fahrer einen günstigen Taxi-Preis erhandelte: 6 $ pro Person bis vor Damaskus. Es war ein netter jüngerer muslimischer Fahrer, der uns auch bei den beiden Grenzen bei der Aus- und Einreise behilflich war. An der libanesischen mussten wir lange warten, da vor uns eine Gruppe Iraner an der Reihe war, bei denen es sehr lange gedauert hat. Ansonsten hatten wir keine größeren Probleme: es musste auch nichts bezahlt werden. In Syrien war die Straße sehr gut ausgebaut, so kamen wir schnell nach Damaskus, wo die libanesischen Taxis alle auf einem bestimmten Parkplatz ihre Endstation haben. Der Fahrer verhandelte wieder mit einem syrischen Taxi-Fahrer - so dass wir mit einem günstigen Preis, 5 $ pro Person in die Altstadt gebracht wurden. Das war sehr abenteuerlich, da die Koffer nicht alle in den Kofferraum passten, so dass ein großer noch auf dem Rücksitz verstaut werden musste und Claudia bei Elisabeth auf dem Schoß sitzen musste. Es wurde trotz der kurzen Strecke eine lange Fahrt, da auf den zehnspurigen Straßen dauernd Stau war und zuletzt der Fahrer immer wieder neu nach unserer Adresse fragen musste und teilweise neu suchen musste, da er das Haus nicht kannte. Ziemlich erschöpft kamen wir dann im Hostel “Mar Elias” der griechisch-orthodoxen Kirche an, direkt neben dem “Memorial St. Paul”, wo wir keinen Platz mehr erhalten hatten - P. Romualdo OFM von dort uns aber die Unterkunft vermittelt hatte. Wir suchten ihn gleich auf, um die nächsten Tage abzuklären: er war sehr freundlich und hilfsbereit. Das Haus selber ist sehr komfortabel: mit Kühlschrank, TV, Klimaanlage, richtigem Bad, Internet-Zugang usw. Uns wurde auch gleich ein Fahrer vermittelt, der auch kurz darauf zu uns ins Haus kam, um für den nächsten Tag die Route und den Preis zu besprechen. Da ich sehr müde war, suchte ich mir nur noch eine Kleinigkeit zu Essen (ich fand die leckeren Fladen, die wir bei den Zedern gegessen hatten), die kaum etwas kosteten (ich aß vier Stück: sechs hätten einen Euro gekostet). Dann nutze ich die erste richtige Duschmöglichkeit und erhielt ein Kabel für den Laptop, um die Fotos ins Album laden zu können und diese Zeilen zu verfassen.

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