Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Sonntag, 29. August 2010

Christlicher Libanon

Bei der Staatsgründung war der Libanon ein überwiegend christliches Land. Schon damals regelte man das friedliche Zusammenleben der Religionen, wie sie z. B. im Parlament und den Regierungsämtern vertreten sein müssen. Erst durch die zahlreichen Flüchtlinge aus Palästina geriet der Status quo durcheinander. Im Süden wirkte Jesus Wunder - noch heute erinnert der Wallfahrtsort Mantara daran, wie seine Mutter Maria in dieser Zeit dort auf ihn gewartet habe. Mit Erwähnung der Städte Tyrus und Sidon las er jenen Orten die Leviten, in denen er die meisten Wunder gewirkt hatte. Da es auch einen Ortsnamen Kana dort gibt, möchten die dortigen Christen gerne, dass es der Ort des ersten "Zeichens" Jesu bei der Hochzeit gewesen sein soll. Die Statue ULF vom Libanon, die hoch über Harissa thront, wird nicht nur von Christen, sondern auch Moslems verehrt. Diese erwirkten sogar in diesem Jahr, dass das Hochfest der Verkündigung des Herrn (für sie vor allem "Mariä Verkündigung") staatlicher Feiertag wurde. Besonders eifrig pilgern die Menschen zu den neueren maronitischen Heiligen des Landes: Sharbel, Rebekka, Hardini und erst in diesem Jahr selig gesprochen Estephan Nehme. Die unterschiedlichen orientalischen Kirchen (meist mit Rom uniert) haben ihre Bischofssitze (teils Patriarchen), Priesterseminare, Ordenshäuser und andere - auch caritative - Einrichtungen. Viele haben auch Niederlassungen in anderen Ländern - in jüngster Zeit wandern viele Christen aus dem Land aus. In Byblos erinnert die Basilika des Evangelisten Johannes Markus daran, dass dieser dort die erste Gemeinde gegründet hat, bevor er nach Alexandrien in Ägypten aufbrach, wo es heute nicht nur koptische Christen gibt, sondern auch Maroniten u. a.

2 Kommentare:

  1. SEHR INTERESSANT, ich habe nie gewusst, dass Libanon christlich war. Liebe Gruesse Joanna

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  2. Damals war das Verhältnis genau umgekehrt wie heute: ca. 65- 35 %. Heute kommt Erzbischof Melki nochmals: er ist Experte für diese Fragen :o)

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