Moschee in Nuweiba

Moschee in Nuweiba
2. Aufenthalt im Sinai (Januar 2010)

Samstag, 22. Oktober 2011

Jordanien11



13.X.


Um 07.00 h ging ich zum Frühstück, das noch nicht ganz fertig war. Um
07.45 h war Hanna pünktlich beim Hotel, um mich zur katholischen Kirche
abzuholen. Dort suchte er jemanden,. Der mir öffnete und alles für die
Hl. Messe bereit stellte. Dort wohnt auch der Priester, der aber heute
erst abends von Amman zurück kommt. Direkt neben der Kirche ist der
Rohbau der neuen großen Kirche Stella Maris, zu der der lateinische
Patriarch von Jerusalem im Juni den Grundstein gelegt hatte. Nach der
hl. Messe ging ich zu Fuß zurück, da der Weg nur ca. 20 Minuten beträgt.
Direkt nebenan ist die Episkopal-Kirche und unterwegs sieht man die
orthodoxe Kirche. Auch an drei Moscheen kommt man vorbei. Nach der
Rückkehr habe ich erstmals den großen Pool vom Hotel genutzt, das Wasser
war angenehm temperiert. Um 10.00 h war wieder Treffpunkt mit den
Unnaern bei deren Hotel. Gemeinsam fuhren wir dann zum Club Murjan, wo
sich das Meer heute in herrlichen Blau-Tönen präsentiert und gute Sicht
auf die gegenüberliegende Sinai-Seite. Ich konnte den Internetzugang
nutzen, um so einige Mails abzurufen und mich endlich in Fröndenberg zu
melden, damit sie wissen, dass ich gut angekommen bin. In der
Mittagszeit bin ich dann Schnorcheln gegangen: trotz der vom Wind
unruhigen See war die Sicht meistens aufgrund des Sonnenstandes sehr
gut, so dass Flora und Fauna in ihrer Farbenpracht und Vielfalt
beeindruckten. Nach zwei Strandspaziergängen bin ich nochmals zum
Schnorcheln ins Meer: das war nun aber so aufgewühlt und sowohl in
Schnorchel wie Maske drang Wasser ein und die Kamera versagte auch ihren
Dienst, da sich beim Abspülen des Gehäuses unter der warmen Dusche nach
dem ersten Gang Kondenswasser gebildet hatte. Nachdem der Club schon
geschlossen hatte, fuhren wir zur Stadt zurück und vereinbarten uns für
18.45 h zum gemeinsamen Imbiss: so aß ich wieder wie gestern die
leckeren 20 Falafel – die anderen aßen Fleisch-Sandwiches: die insgesamt
sieben Portionen kosteten weniger als 3 JD. Dann suchte ich Hanna auf,
der mir noch einige Tipps gab und mich zu zwei Bus-Gesellschaften
begleitete, um für Samstag die Fahrkarte zu kaufen und den Platz zu
reservieren. Das Ticket kostete 7.30 JD.

Jordanien11



12.X.


Um 06.30 h bin ich zum Strand gegangen und habe ein Bad im Meer
genommen. Nach der Rückkehr im Hotel Frühstück: ein sehr bescheidenes
Buffet, bei dem es immerhin auch Kaffee gibt und Sesam-Paste sowie
frische Tomaten-Scheiben. Dann habe ich das Morgen- und Brevier-Gebet
gehalten und um 09.00 h die Hl. Messe zelebriert. Für 10.00 h war
Treffpunkt mit den Unnaern ausgemacht vor dem Büro von Moufid, der mir
auch das Hotel gebucht hatte. Deren Hotel befindet sich direkt daneben,
so dass ich dort in der Lobby auf sie gewartet habe. Die Fahrt betrug
gut zwei Stunden: es ging bis über 1600 Meter hinauf: zwischendurch
wenige kleine Ansiedlungen, Beduinen-Zelte und deren Tiere und oben in
den Bergen auch ein stark gesichertes Landhaus des Königs. In Petra
mussten dann pro Person 50 JD berappt werden. Vom Eingang geht ein
Schotterweg hinunter zur Schlucht, die ebenfalls noch mal ca. einen KM
lang ist. An deren Ende schaut man dann direkt auf die prächtige Fassade
eines der schönsten Nabatäer-Gebäude im Fels. Wir sind dann den Hauptweg
entlang gegangen. Leider sind überall Souvenier-Buden und aufdringliche
Beduinen vom Kindergarten-Alter an, die Ritte auf Pferden, Eseln,
Kameln, Souveniers, Geld-Wechsel und anderes anbieten. Leider wollte
niemand den Weg zum „Kloster“mitgehen (pro Richtung 45 Minuten, teils
über 800 Stufen) und ich wollte die anderen nicht so lange warten
lassen. So haben wir uns nach ca. drei Stunden schon wieder auf den
Rückweg gemacht. Gegen 19.00 h waren wir dann wieder zurück. Ich machte
mich dann auf den Weg, um Falavel zu essen. Unterwegs sprach mich ein
Mann an, der Fahrten nach Petra usw. organisiert. Ich fragte ihn, wo man
die günstig bekommt und er führte mich dann direkt zu einem günstigen
Imbiss-Lokal für Einheimische, bestellte und bezahlte mir eine große
Portion (wohl an die 20 Stück + Brot) und ging dann direkt zum
Abend-Gebet in die Moschee. Auf dem Rückweg traf ich die Schweizer, die
ich im Flug nach Aqaba kennen gelernt hatte und die hier eine
Ferienwohnung haben, in der sie zweimal im Jahr einige Wochen Urlaub
verbringen. Sie wären bei meinem Hotel gewesen, hätten dort nach mir
gefragt und mir eine Einladung zu einem Treffen hinterlassen. Dann
versuchte ich zum dritten mal, Hanna Twal, den Bruder vom Priester Imad
Twal (momentan zur Promotion in London) zu finden: ein junger Mann von
der Rezeption begleite mich zu seinem Geschäft, da er inzwischen dessen
Bruder angerufen hatte und so ungefähr wusste, wo er zu finden ist. Dort
stellte sich auch heraus, dass die Telefon-Nummer falsch war, die Imad
mir geschrieben hatte. Er lud mich gleich ein, das Hotel zu stornieren
und bei ihm zu wohnen – was ich aber nicht wollte, um im Alcazar keinen
Ärger zu bekommen. Er telefonierte auch gleich mit seinem anderen Bruder
Muin in Madaba, der mir den Schlüssel zum Pfarrhaus organisieren würde,
wenn ich am Samstag dort ankomme. Er telefonierte auch gleich mit einem
der beiden katholischen Priester von hier, der aber bis morgen in Amman
ist, dass ich morgen die Hl. Messe in der Kirche feiern könne. So ging
wieder ein schöner Tag zu Ende. Im Hotel-Zimmer hatte mir der
Raumpfleger einen Blumenstrauß auf das Tischchen gestellt und aus einem
Handtuch auf dem Bett einen Schwan geformt, der einen grünen Zweig im
Schnabel hält. Gegen 22.00 h bin ich dann schlafen gegangen.

JordanienSchnorcheln11



Schnorcheln am Südstrand beim Club Murjan

11.X. (sel. Johannes XXIII.)


Der Anblick des nächtlichen Amman von oben war recht beeindruckend. Da
ich das Aqaba-Visum wollte, brauchte ich in Amman nicht die 20 € zu
bezahlen. Ich konnte mich dort auch direkt für den Weiterflug einchecken
– und die Royal Jordanien wollten sogar den Gepäck-Weiter-Transport
organisieren, so dass ich gar nicht zum Gepäck-Band musste, sondern
gleich in den Transit-Bereich konnte. Ich legte mich dann vor dem
nächsten Sicherheitsbereich auf eine Bank, konnte aber so gut wie gar
nicht schlafen, da es recht laut dort und unbequem war. Die ersten, die
dort hindurch durften, waren für einen Flug nach Tel Aviv: dann konnte
ich auch kommen – für den Flug nach Aqaba waren es nur recht wenig
Personen. Mit dem Bus ging es auf das Rollfeld zu der kleineren
Maschine. An Bord gab es nur ein Päckchen Saft. Die Flugzeit betrug
nicht viel mehr als eine halbe Stunde: es ging über eine wüste Gebirgs-
bzw. Hügellandschaft und dann gab es eine schöne Kurve über den Golf mit
Blick auf das israelische Eilat, die ägyptische Seite mit der
Pharanonen-Insel, einem Einblick nach Saudi-Arabien und dann ging es
nordwärts auf den Flughafen. Ich brauchte kein weiteres Visum – und
gottlob kam sogar der Koffer an! Per Taxi ging es dann in ca. zehn
Minuten zum Hotel Alcazar, wo ich sogar schon ein Zimmer bekam, so dass
ich vor 09.00 h schon dort war. Nach einigem Auspacken ging ich zum
Soukh, um etwas Obst, Wasser usw. einzukaufen und einen ersten Blick auf
den Strand zu werfen. Dort bekam ich für 1 JD einen Teller Foul mit Brot
und Senfgurken. Vom Hotel-Balkon aus habe ich die Sicht auf den großen
Pool und weiter weg ist sogar etwas vom Meer zu sehen.

Für 13.30 h kaufte ich ein Ticket für den Transfer zum Club Murjan am
Süd-Strand bei den Korallen-Riffen. Dort schnorchelte ich dann knapp
zwei Stunden: Fauna und Flora der Unterwasserwelt entsprechen derjenigen
von Nuweiba auf der anderen Seite des Golf. Auch an diesem Strand waren
einige Einheimische, die mit voller Bekleidung ins Meer gingen. Später
lernte ich zwei Ehepaare aus Unna kennen, die schon zum sechsten mal
hier sind und von denen drei tauchen Anne und Holger Lankenau sowie
Reinhild und Dr. Floris Rost. Wir saßen noch lange zusammen und sie
nahmen mich dann mit in die Stadt, da sie in der Nähe von mir wohnen.
Sie luden mich ein, morgen mit ihnen nach Petra zu fahren. Ich kaufte
noch zwei Flaschen Wasser und aß für 1 JD einen großen Teller Reis. Nach
der durchwachten Nacht war ich ziemlich erschöpft. Da ich heute trotz
mancher Hilfen und Anrufe Abouna Imads Bruder Hanna Twal nicht finden
konnte und ohne ihn auch keinen Kontakt zu den Rosenkranz-Schwestern
hatte, zelebrierte ich zum Abschluß des Tages gegen 20.30 h im
Hotel-Zimmer die Hl. Messe.

Jordanien11



Ankunft im Hotel Alcazar in Aqaba

Jordanien 2011

10.X.

Morgens bin ich wie immer vor 05.00 h aufgestanden. Nach der Feier der
Hl. Messe habe ich gefrühstückt, den Rest eingepackt und das Gepäck ins
Auto gebracht. Um 08.00 h bin ich dann zu Ossmanns gefahren: Herr O. Hat
mich dann nach Scheyern gebracht. Allerdings gab es schon auf der
Regensburger Autobahn Stau, so dass wir sie verlassen haben bei Wolnzach
und über Landstraßen gefahren sind. In Scheyern war die Pforte
unbesetzt. Nach einem kurzen Gebet vor der Kreuzreliquie in der Basilika
hat eine Raumpflegerin das Antiphonale in Empfang genommen, das Fr.
Stephan während meines Urlaubes neu einbinden wird. Der Weg zur Autobahn
war ziemlich weit – und auch auf dieser gab es immer wieder Stau: die
Gegenrichtung war in der Nähe des Flughafens komplett dicht und die
Autos stauten sich viele Kilometer. So kamen wir nicht wie geplant vor
10.00 h an der Therme in Erding an, sondern erst gegen 10.40 h: so
lohnte sich nur das 5-Stunden-Ticket. Da ich zwei ältere Gutscheine
geschenkt bekommen hatte, wurden diese angerechnet, so dass ich nur noch
8 € zu zahlen hatte. Nach guter Erholung wartete ich dann eine
Viertelstunde auf Herrn Perchermaier, der mich in rascher Fahrt zum
Flughafen brachte. Dort fragte ich erst einmal, ob es überhaupt sicher
sei, dass meine beiden Flüge gehen, da heute für alle deutschen
Flughäfen Ausfälle gemeldet wurden, da Betriebsversammlungen abgehalten
werden, wo es um einen Streik der Fluglotsen geht. Man meinte, beide
Flüge würden gehen - aber das Gepäck wohl nicht. Der Flug nach Frankfurt
verspätete sich um eine Viertelstunde, dort angekommen gab es nochmals
längere Wartezeit, bis die Maschine zur Parkposition konnte. Es war dann
von dort ein langer Weg zu dem Gate, wo es nach Amman los gehen soll:
auf diesem erreichte mich eine SMS, dass das Gate inzwischen geändert
wurde: es war aber direkt daneben und der Flug ist ohne Verspätung
angekündigt. Der Flug verzögerte sich etwas, da über Griechenland Stau
sei. Der Aufenthalt an Bord war recht angenehm: es gab gutes Essen und
zwei mal ein alkoholfreies Warsteiner, vor der Landung noch Orangensaft.
Die Flugzeit betrug ca. vier Stunden.